BAU ALFRED Brot-Sommelier

Weinheimer Brotsprache

In einer Weinkarte liest man schon einmal: Rubinrote Farbe im Glas, feine Noten von Steinfrüchten, leichtes Barrique, vollmundiger Geschmack mit harmonisch abgerundeten sauren. Brotgenuss hingegen wurde lange nur mit „gut“ oder vielleicht „kräftig“ beschrieben. Um dies zu Verbessern wurde an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim unter Verantwortung von Michael Kleinert und Bernd Kütscher eine komplexe Genussbeschreibung für Brot entwickelt, eben die Weinheimer Brotsprache. Dabei bewertet die Weinheimer Brotsprache nicht, sondern sie erfasst und beschreibt positive Merkmale. Ein weiterer Unterschied zu anderen Schemata: Die Kruste wird hier in der Verkostung mit berücksichtigt, nicht nur die Krume. Zu beschreibende Brote sind hier zudem stets tagesfrisch - genauso, wie auch eine Kunde das Brot bewertet.

Brot-Genusstabelle

1. Geschichte des Brotes
2. Form des Brotes
3. Oberfläche des Brotes
4. Duft des Brotes (ganzes Brot)
5. Konsistenz und Bruch des Brotes (beim Schneiden)
6. Ansicht der Krume
7. Duft der Krumme
8. Mundgefühl (mit der Kruste)
9. Geschmacksbild
10. Verwendbarkeit und Ernährungsansatz

Diese zehn Punkte sind der erste Schritt. Unter Verwendung der besonderen Merkmale aus der Genusstabelle erfolgt die Genussbeschreibung nach der Weinheimer Brotsprache.

Grand Opening

Das Sonnenberg Dunkel ist Zeugnis der Handwerkskunst unserer Bäcker. Die dunkel bis schwarzbraune Kruste ist rustikal aufgerissen und hat eine röstige Note.

Die Krume besticht mit einem kräftigen Caramelaroma. Der Anblick ist offen geport, mit einem festen Biss. Der röstig, mild-säuerliche Duft ist unvergleichlich ausgewogen.

Das milde Säurepotpurri, kombiniert mit rostigen Caramelnoten sucht seinesgleichen.

Es widerspiegelt die traditionelle Brotkultur im Thunbachtal am Sonnenberg.

Michael Kleinert / Bernd Kütscher Verantwortlich für die Weinheimer Brotsprache